Wenn ich eine Regenmachermaschine konstruieren könnte (habe ich bis jetzt noch nicht geschafft), würde diese ungefähr wie auf den Fotos aussehen.

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Blöd, dass es mir dann immer auf den Kopf regnen würde, dabei sollte dieser Regen doch besser in Syrien und in Afrika niedergehen. Da ich ihn in meinem Namen trage, wäre es kein Problem für mich, mit ihm in Kontakt zu treten und ihm den Auftrag zu geben, die fetten Regenwolken bis genau dorthin zu transportieren, damit der Regen an den wichtigsten Stellen niedergehen könnte. Also mit dem Wind und allen anderen Luftbewegungen Kontakt aufnehmen und die richtigen Koordinaten durchgeben, einen Versuch wäre es wert. Und beim Scheitern, werden sie wieder hämisch grinsen: „Schon wieder so ein Luftschloss.“ Aber besser ein Luftschloss bauen, als die Ignoranz derjeniger, die bei solchen Katastrophen wegschauen und den Kopf in den Sand stecken und nach dem Florianiprinzip darum bitten, sie mögen weiterhin verschont werden. Aber wenn es den Nachbarn erwischt, bekommt dieser von ihnen ein feuchten Händedruck, feucht von den vielen falschen Mitleidstränen.

PS: Übrigens – ich bin nicht größenwahnsinnig geworden und bilde mir ein, der Wind macht, was ich will. Das ist leider genau umgekehrt, ich mache immer, was der Wind will. Durch diese enge Beziehung sind ein paar nützliche Synergien entstanden, das ist alles. Im Fall des punktgenauen Wolkentransports würde Sie zum ersten Mal machen, was ich will, der Wind ist nämlich eine Sie, Femininum, die Luft, denn so ein Wind ist nichts anderes als bewegte Luftmasse. Und diese kann sich ganz von selbst in Bewegung setzen, braucht dazu kein(en) Lüfterl.
Also ihr seht, wie schwierig diese Angelegenheit eigentlich ist.

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The Five Apes …

klagen und fordern ein Ende der ungerechten Ressourcenverteilung auf diesem Planeten.

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International Space Invasion: Protect what is feeding you!

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Das tägliche Brot …

 

 

Als wir das Wasser noch von der Bassena am Gang holen mussten, träumte ich in den heißen Sommernächten immer von einem Wolkenwichtel, der mir das kühle Nass in lässigen durchsichtigen Kübeln bis an den Bettrand bringen konnte. Nur beim Baden in der Sitzbadewanne war mir dann doch das von meiner Mutter am Ofen angewärmte Wasser lieber. Wenn ich meinem Wolkenwichtel erzählen würde, dass nach fünfzig Jahren, seit wir uns zum letztnen Mal gesehen hatten, ein paar durchgeknallte, geistesgestörte Menschenimitationen meinen, sie könnten sich die Quellen und Wasserbestände der ganzen Welt unter den Nagel reißen, so wie sie das bei so gut wie allem machen, was würde der wohl dazu sagen? Wie würde er diese perfide Bande nennen, die zuerst das gute Trinkwasser mit Industrieabfällen versaut und dann die letzten intakten Quellen aufkauft, damit von nun an die Menschen ihr Wasser um teures Geld bei diesen Verbrechern kaufen müssen. Da könnte mein Wasserwichtl so eine arge Wut bekommen, dass ihm eine Sintflut auskommt, die diesen Dreckshaufen in einem Schwung davonschwemmt. Ich würde versuchen, ihn wieder zu beruhigen und ihn daran erinnern, dass eine Überschwemmung nicht unterscheiden kann, wer jetzt zu diesem Drecksgesindel gehört und wer nicht, so eine Bescherung träfe dann ja alle. Der Wichtel würde mich fragen, wozu wir eigentlich Menschen in das Parlament zuerst gewählt und danach dorthin geschickt haben, wäre das nicht darum gewesen, dass diese Parlamentäre zu unserem Wohle agieren. Ja gieren tun sie schon, ganz gierig nach allem in die eigene Tasche und die anderen Menschen sind ihnen tatsächlich völlig egal. Der Wichtel würde nicht verstehen, wie sowas sein kann. Ich auch nicht.

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Wasser … gehört uns allen und keiner kann den freien Zugang zum Wasser mit seinen geldgierigen Nestlefingern versperren, um diesen Lebenssaft in seine dreckigen Plastikflaschen zu füllen, weil er die ganze Welt nicht schon genug abgezockt hat. Der freie Zugang zum Wasser ist eine Demarkationslinie, die niemand mit Einschränkungen überschreiten darf!

 

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Es freut mich,  diese Seite mit einem Gastautor eröffnen zu können … und zwar mit dem chinesischen Autor     W A N G    Q I N G R A N G

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und seinem Gedicht, das eigentlich in die Rubrik Literatur gehören würde, aber wenn ihr das Gedicht gelesen habt, werdet ihr verstehen, wieso ihr es hier findet.

1960

 

Wang Qingrang
1960

Vater hat
zwei Maisdiebe erwischt.

Ein junges Paar, sie knien am Boden:
“Wir haben wirklich keine Wahl!
Das Kind schreit vor Hunger die ganze Nacht,
wir haben kein Körnchen Essen daheim …”

Vater winkt ab,
er lässt sie gehen.
Plötzlich fällt ihm etwas ein,
er ruft sie zurück.
Hebt ein paar Maiskolben auf,
drückt sie in ihre Hände.

Übersetzt von Martin Winter im Februar 2017

 

《新诗典》小档案:王清让,男,70后。已出版诗集《年轻的思绪》《给爱》《那年》。居 河南新乡。

Wang Qingrang, geboren in den 1970er Jahren. Hat mehrere Gedichtbände herausgebracht. Wohnt in Xinxiang, Provinz Henan.

@长安伊沙
1990年,两德统一,那些在柏林墙下射杀过越境人士的前东德士兵遭到了审判,他 们以国家命令为名为自己抗辩,法官说:你们可以把枪抬高一点点 ——在中 国,有 没有“把枪抬高一点点”的人?本诗给了我一个答案!诗乃小器,诗仅仅是小器吗? 本诗来自“河南王”梅花驿的助攻。

Kommentar des Herausgebers Yi Sha:
Ab 1990, nach der Vereinigung von BRD und DDR, kamen ehemalige Grenzsoldaten vor Gericht, die Grenzflüchtlinge erschossen hatten. Sie verteidigten sich damit, auf staatlichen Befehl gehandelt zu haben. Aber der Richter sagte: Ihr hättet ein bisschen höher zielen können. In China, gibt es da Leute, die „ein bisschen höher gezielt haben“? Dieses Gedicht gibt eine Antwort! Gedichte gelten als kleine und nichtige Dinge, aber ist Poesie nicht noch etwas mehr?